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Tuberkulose Erkrankungen bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Gesundheitsamt informiert über ergriffene Maßnahmen:

In der Zentralen Kommunalen Erstaufnahmeeinrichtung (ZKE) für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Steinsetzer Straße wurde durch Ärzte des Gesundheitsamtes bei zwei Jugendlichen der Verdacht auf das Vorliegen einer ansteckungsfähigen Tuberkuloseerkrankung geäußert. Die Patienten wurden umgehend zur weiteren Untersuchung und anschließenden Behandlung in die Prof. Hess-Kinderklinik am Klinikum Bremen-Mitte eingewiesen.

Da eine Übertragung der Krankheit auf andere Personen, sofern diese eine längere Zeit mit der erkrankten Person in einem geschlossenen Raum verbracht haben, nicht ausgeschlossen ist, koordiniert das Gesundheitsamt die Untersuchung aller in der ZKE untergebrachten Jugendlichen. In der Prof. Hess-Kinderklinik werden Röntgenbilder der Lunge erstellt und anschließend ausgewertet. Des Weiteren werden alle Jugendlichen untersucht, die in den letzten Tagen aus der Steinsetzer Straße ausgezogen sind. Dies betrifft vorrangig die Jugendlichen, die in der Zeltunterkunft am Lidice Haus wohnen. Ein Schulbesuch der zu untersuchenden Jugendlichen ist erst nach erfolgter Untersuchung wieder möglich. Sämtliche Maßnahmen folgen den Empfehlungen des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose.

Darüber hinaus ermittelt das Gesundheitsamt gemeinsam mit dem Amt für soziale Dienste alle weiteren Kontaktpersonen der Erkrankten, um deren potenzielle Ansteckungswahrscheinlichkeit zu beurteilen. Diese Menschen werden entsprechend beraten und gegebenenfalls untersucht. Aus vorangegangenen Untersuchungen von Kontaktpersonen ist fachlich bekannt, dass kurze Sozialkontakte mit einem Erkrankten nicht zu einer Ansteckung führen (sogenannte "Straßenbahnkontakte"). Etwa drei Wochen nach Beginn einer wirksamen medikamentösen Therapie geht von den Patienten keine Ansteckungsgefahr mehr aus.