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Sozialpsychiatrie

Die sozialpsychiatrische Verantwortlichkeit des Gesundheitsamtes

Mit der Abgabe der Aufgaben der Sozialpsychiatrischen Beratungsstellen (SpsD) an die Klinik endet nicht die sozialpsychiatrische Verantwortlichkeit des Gesundheitsamtes. Der Aufgabenschwerpunkt liegt jetzt im Bereich von kommunaler Steuerung und Psychiatriekoordination. Diese Entwicklung fügt sich ein in die neue Zielorientierung des Gesundheitsamtes Bremen hin zu einer kommunalen gesundheitlichen Fachverwaltung, die sich vor allem über ein kommunales Public-Health-Management profiliert. Diese Neuorientierung beinhaltet:

  • die Orientierung an vorrangigen kommunalen Problemfeldern und kommunalpolitischen Zielsetzungen
  • die Stärkung der kommunalen Gesundheitsberichterstattung
  • die Übernahme von Steuerungsverantwortung im Sinne von Fach- und Ressourcenverantwortung

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Mit der im Jahr 2000 eingerichteten Steuerungsstelle Psychiatrie und Suchtkrankenhilfe wurde dieser Neuorientierung Rechnung getragen. 2005 kam die Steuerungsstelle Drogenhilfe hinzu.
Zu den Aufgaben und Zielen der Steuerungsstellen gehören:

  • Aufbau und Pflege einer leistungs- und finanzwirtschaftlichen Datenerhebung
  • Qualitätssicherung der Hilfeplanung
  • Koordination des Antragsverfahrens und fachliche Entscheidung über die Leistungsgewährung
  • Berichterstattung
  • Optimierung des Hilfesystems für psychisch kranke und suchtkranke Menschen

Das Fach- und Leistungscontrolling der Steuerungsstelle, das sich schwerpunktmäßig auf Eingliederungshilfeleistungen wie das Betreute Wohnen und Heimwohnen für psychisch kranke und suchtkranke Menschen bezieht, wird mit dem Wechsel des Sozialpsychiatrischen Dienstes zur Klinik auch die von den regionalen Behandlungszentren zu erbringenden sozialpsychiatrischen Leistungen einbeziehen.