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Schimmel und Feuchtigkeit in Wohnräumen

Die Themen im Überblick (Stand der Informationen 08/2016):

Allgemeine Informationen

Schimmelpilze sind ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt und in der Natur an der Zersetzung organischen Stoffe beteiligt. Sie sind in unserer Umgebung zum Beispiel in Waldboden oder Blumenerde, als Edelschimmel in Käse, in Komposthaufen oder in Biotonnen zu finden und verbreiten sich durch Sporen über die Luft. Über die Außenluft, mit unserer Kleidung oder über Blumenerde gelangen die Sporen auch in unsere Wohnungen. Dort werden sie erst dann zu einem Problem, wenn bestimmte begünstigende Faktoren zusammentreffen und die Schimmelpilze sich in der Wohnung vermehren und zu einem Schimmelpilzbefall führen.
Schimmelpilze können überall dort wachsen, wo ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. Es genügt meist schon eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80% an der Oberfläche des Materials, damit dort ein Schimmelpilzbefall auftreten kann. Die Feuchtigkeit kann durch Kondensfeuchte, aber auch durch bauliche Schäden entstehen. Zur Vermeidung eines Schimmelpilzbefalls in Innenräumen spielt daher die Suche nach der Ursache der Feuchtigkeit und ihre Beseitigung eine entscheidende Rolle.
Eine allgemeine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zum Thema Schimmelpilze in Wohnräumen und Tipps zur Vorbeugung finden Sie in unseren Faltblättern Schimmelbildung in Wohnräumen – was Sie wissen sollten! (pdf, 539.8 KB) und Frischer Wind im Haus - richtig lüften, aber wie? (pdf, 928.2 KB) Darüber hinausgehende ausführliche Erläuterungen können Sie dem Schimmelpilz-Leitfaden des Umweltbundesamtes entnehmen.
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Entfernen und Sanieren

Ein Schimmelpilzbefall im Innenraum muss in jedem Fall entfernt werden. Wichtig ist: Ein erneuter Befall lässt sich nur vermeiden, wenn gleichzeitig die vorhandene Feuchtigkeit dauerhaft beseitigt wird. Hinweise zum richtigen Vorgehen finden Sie im Faltblatt Schimmel richtig entfernen – so wird’s gemacht! (pdf, 107.7 KB) Wird eine Schimmelpilzsanierung nicht fachgerecht durchgeführt, kann dies zu gesundheitlichen Risiken für die Bewohner führen. Sollte es erforderlich sein, eine Fachfirma zu beauftragen, hilft Ihnen die Checkliste im Faltblatt Schimmelpilzsanierung – Wie erkenne ich eine qualifizierte Fachfirma? (pdf, 298.9 KB) des Bremer Netzwerks Schimmelberatung bei der Auswahl des Unternehmens. Eine ausführliche fachliche Darstellung zur Ursachensuche und Sanierung hat das Umweltbundesamt im Schimmelpilzsanierungs-Leitfaden veröffentlicht.

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Gesundheitliche Bedeutung

Schimmelpilzsporen können ungesund sein, wenn sie in großen Mengen eingeatmet werden.
Schimmelpilzsporen können ungesund sein, wenn sie in großen Mengen eingeatmet werden. Quelle: Regine Szewzyk/Umweltbundesamt

Grundsätzlich unumstritten und lange bekannt ist, dass Schimmelpilze in Wohnräumen Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Durch vermehrtes Freisetzen von Sporen in die Raumluft kann ein Schimmelpilzbefall zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Bereich der Atemwege sowie zu allergischen Beschwerden führen. Allerdings treten die Wirkungen nicht zwangsläufig auf. Es ist schwierig, einen direkten Zusammenhang zwischen einer Schimmelpilzbelastung und auftretenden Beschwerden aufzuzeigen beziehungsweise zweifelsfrei zu benennen. Besonders Menschen mit Vorschädigungen der Atemwege wie zum Beispiel Asthmatiker oder Allergiker, aber auch Menschen mit Beeinträchtigungen des Immunsystems, gelten als besonders gefährdet durch eine Schimmelpilzbelastung. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie daher einen Arzt oder eine Ärztin zu Rate ziehen.
Die gesundheitliche Problematik wird ausführlich in der Empfehlung des Robert Koch-Instituts Schimmelpilzbelastung in Innenräumen - Befunderhebung, gesundheitliche Bewertung und Maßnahmen dargestellt. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat eine Schimmelpilz-Leitlinie herausgegeben, die Ärzten eine Hilfe für die medizinische Beratung von Patienten mit einer Schimmelpilz-Exposition an die Hand geben soll. Unter anderem werden Hinweise zum diagnostischen Prozedere gegeben und besonders zu schützende Risikogruppen benannt. Für Kinder hat die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) eine Leitlinie Inhalative Schimmelpilzbelastung herausgegeben, in der neben Vorkommen und gesundheitlicher Relevanz auch Angaben zu sinnvoller Diagnostik, klinischer Untersuchung und Konsequenzen einer Schimmelpilzbelastung insbesondere für Kinder gemacht werden. Der Kinder – Umwelt – Survey KUS des Umweltbundesamtes hat ergeben, dass rund 8% der dort untersuchten Kinder gegenüber mindestens einem innenraumtypischen Schimmelpilz sensibilisiert waren.
Grundsätzlich gilt immer: Ein Schimmelpilzbefall in Innenräumen ist aus hygienischer Sicht nicht zu akzeptieren und sollte in jedem Fall vorsorglich entfernt werden.

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Sonderfall Souterrain und Keller

Für Souterrain- und Kellerräume gelten vor allem in den Sommermonaten besondere Bedingungen. Zur Vorbeugung und Vermeidung von Kondensfeuchte und Schimmelbefall sollten Sie solche Räume in dieser Jahreszeit nur dann lüften, wenn die Außentemperaturen unter den Innenraumtemperaturen liegen. Dies ist am ehesten nachts oder in den frühen Morgenstunden der Fall. Der Grund: Im Sommer sind die Wände und die Raumluft im Souterrain meistens kühler als die Außenluft. Gelangt durch Lüften warme Außenluft in die kühleren Räume, kann sich die mitgeführte Feuchtigkeit als Kondensfeuchtigkeit an den Wänden niederschlagen. Die Folge: Die Wände werden feucht, ein Schimmelbefall kann entstehen.

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Bremer Netzwerk Schimmelberatung

Antworten zu verschiedenen Fragestellungen können Sie auch bei den Kooperationspartnern des Bremer Netzwerks Schimmelberatung erhalten. In diesem Netzwerk haben sich verschiedene Bremer Institutionen (Bremer Umwelt Beratung, DMB Mieterverein Bremen, Gesundheitsamt Bremen, Haus & Grund Eigentümerschutz-Gemeinschaft, Verbraucherzentrale Bremen) zusammengeschlossen, um Informationen zu bündeln und die Beratung zu Schimmelpilzbefall in Wohnungen inhaltlich aufeinander abzustimmen. Auszeichnung für das Bremer Netzwerk Schimmelberatung

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Häufig gestellte Fragen

Als erstes sollten Sie den Schimmel entfernen. Dazu finden Sie eine Checkliste zum richtigen Vorgehen in unserem Faltblatt Schimmel richtig entfernen – so wird’s gemacht! (pdf, 107.7 KB). Anschließend sollten Sie unbedingt die Ursache für die Feuchtigkeit ermitteln und beheben.

Schimmelpilze können in vielen Farben auftreten. Gemeinsam ist ihnen meistens ein pelziges Aussehen. Sie können in einzelnen Flecken auftreten, ein Befall kann aber auch eine ganze Fläche ausfüllen. Wischt man einen Befall ab, bleibt manchmal eine Verfärbung im Material zurück. Auch ein "muffig-kellerartiger" oder "moderiger" Geruch kann auf einen Schimmelpilzbefall hinweisen. Ist in diesem Fall kein Schimmel auf offenen Flächen zu erkennen, sollten Sie auch hinter Möbeln, hinter Fußleisten oder unter Bodenbelägen nachschauen. Auch hinter einer Tapete, insbesondere wenn sie aus wasserdichtem Material ist, oder hinter einer Styroporverkleidung kann sich unter bestimmten Bedingungen (zum Beispiel eine besonders kalte Außenwand) ein Schimmelpilzbefall bilden.

Jeder Schimmelpilzbefall kann durch vermehrtes Freisetzen von Sporen in die Raumluft zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen besonders im Bereich der Atemwege führen. Grundsätzlich gilt unabhängig von der Art des Schimmels: Ein Schimmelpilzbefall in Innenräumen ist aus hygienischer Sicht nicht zu akzeptieren und sollte in jedem Fall vorsorglich entfernt werden. Noch besser ist es, einen Schimmelpilzbefall gar nicht erst entstehen zu lassen.

Ja, bei einem kleineren Befall ist das möglich. Wischen Sie mit 70 %igem Alkohol (Ethanol oder Isopropanol, Brennspiritus verdünnt: 3 Teile Brennspiritus, 1 Teil Wasser, Achtung brennbar!) den Befall ab. Wie Sie dabei richtig vorgehen und welche Vorsichtsmaßnahmen Sie unbedingt ergreifen sollten, finden Sie in unserem Faltblatt Schimmel richtig entfernen – so wird’s gemacht! (pdf, 107.7 KB).

Grundsätzlich sollte ein Schimmelbefall möglichst staubarm entfernt werden. Dies kann durch Absaugen mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter oder durch feuchtes Abwischen geschehen. Zum feuchten Abwischen eignet sich Wasser mit chlorfreiem Haushaltsreiniger. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Feuchtigkeit eingetragen wird. Denn Feuchtigkeit ist die Ursache für das Wachstum von Schimmelpilzen in Wohnräumen.
Lediglich bei einem kleineren Schimmelpilzbefall kann eine Desinfektion mit Alkohol (70 - 80 %iger Alkohol zur Desinfektion oder Brennspiritus) als kurzfristige und vorübergehende Maßnahme zur Verhinderung eines weiteren Schimmelpilzwachstums sinnvoll sein. (Achtung: Alkohol kann mit der Luft ein brennbares Gemisch bilden. Daher Alkohol zur Desinfektion nur in kleineren Mengen und in gut belüfteten Räumen anwenden!).
Die Verwendung von Essig ist nicht sinnvoll, da Schimmelpilze auf einem damit behandelten Untergrund später wieder gut wachsen können.

Reinigen oder Entsorgen: Empfehlungen finden Sie für verschiedene Materialien in einer Tabelle in unserem Faltblatt Schimmel richtig entfernen – so wird’s gemacht! (pdf, 107.7 KB).

Kleidung, die selber nicht mit Schimmel befallen ist, die aber in einem Raum oder Schrank mit Schimmelpilzbefall aufbewahrt wurde, sollte bei höchstmöglicher Temperatur mit viel Wasser und Waschmittel gewaschen werden. Durch das Waschen werden die an der Kleidung anhaftenden Schimmelsporen ausgespült. Bei starkem Geruch kann auch mehrmaliges Waschen erforderlich sein, am besten mit einem Waschmittel mit oxidativer Wirkung. Eine Desinfektion der Kleidung ist normalerweise nicht erforderlich.
Stark verschimmelte Kleidungsstücke müssen in der Regel entsorgt werden, da ein starker Schimmelbefall und der intensive Geruch meist nicht zu beseitigen sind. Bei einzelnen Schimmelflecken sollte die Kleidung wie oben beschrieben bei höchstmöglicher Temperatur mit viel Wasser und Waschmittel gewaschen werden.
Ausnahmen gelten für besondere Situationen, beispielsweise wenn bei Patienten mit einem unterdrückten Immunsystem ("immunsupprimiert") eine Infektion verhindert werden muss.

Im Bad entsteht viel Feuchtigkeit. Bleiben die Fugen zwischen den Fliesen nach dem Baden oder Duschen lange oder immer feucht, kann hier Schimmel wachsen und die Fugen dunkel verfärben. Daher sollten Sie nach dem Duschen oder Baden das Bad gründlich lüften, bis die Fliesen und Fugen trocken sind. Dies geht schneller mit einem Abzieher oder wenn Sie die Fliesen mit einem Handtuch abtrocknen. Achtung: Trocknen Sie das benutzte Handtuch anschließend auf dem Balkon und nicht auf der Heizung im Bad!

Nein. Sie müssen den Schimmel entfernen und die Feuchtigkeitsursache beheben. Das Umweltbundesamt rät von der Verwendung von Antischimmelfarben ab. Wenn der Schimmel richtig entfernt und die Feuchtigkeitsursache behoben worden ist, ist ebenfalls keine Antischimmelfarbe erforderlich.

Nein. Wenn ein Schimmelbefall und seine Feuchtigkeitsursache fachgerecht beseitigt und saniert werden, ist eine Desinfektion in aller Regel nicht erforderlich. Ausnahmen gelten nur für besondere Situationen, beispielsweise wenn eine Schimmelpilz-Infektion bei abwehrgeschwächten Patienten im Krankenhaus verhindert werden muss oder wenn Abwasser die Feuchtigkeit verursacht hat.
Eine Desinfektion tötet Schimmelsporen zwar ab, entfernt sie aber nicht. So bleibt die reizende oder allergieauslösende Wirkung der toten Sporen erhalten. Außerdem können Desinfektionsmittel oder ihre Reaktionsprodukte zu gesundheitlichen Problemen führen.
Lediglich bei einem kleineren Schimmelpilzbefall kann eine Desinfektion mit Alkohol (70 - 80 %igem Alkohol zur Desinfektion oder Brennspiritus) als kurzfristige und vorübergehende Maßnahme zur Verhinderung eines weiteren Schimmelpilzwachstums sinnvoll sein. (Achtung: Alkohol kann mit der Luft ein brennbares Gemisch bilden. Daher Alkohol zur Desinfektion nur in kleineren Mengen und in gut belüfteten Räumen anwenden!)

Das Umweltbundesamt rät von der Anwendung von Antischimmelmitteln ab. Sie können zum Beispiel Substanzen wie Chlor enthalten, die für die Atemwege und die Umwelt belastend sein können.

Wenn unklar ist, woher die Feuchtigkeit stammt, die dem Schimmelpilzbefall zugrunde liegt, kann eine baufachliche Abklärung durch entsprechende Fachleute (Bausachverständige oder Baufachunternehmen) sinnvoll sein.
Fachleute für die Ermittlung von Feuchtigkeitsursachen können Sie beispielsweise über das Sachverständigenverzeichnis der IHK Handelskammer Bremen, über die Sachverständigendatenbank der Handwerkskammer Bremen, über den Berufsverband Deutscher Baubiologen oder über die Gelben Seiten im Telefonbuch zum Beispiel unter dem Stichwort "Bausanierung" finden.

Ein einheitliches allgemein anerkanntes Zertifikat für eine Fachfirma für Schimmelsanierungen existiert nicht. Es gibt eine Vielzahl von Qualifizierungslehrgängen mit entsprechenden Zertifikaten für Unternehmen. Erkundigen Sie sich daher vor der Auftragsvergabe nach der Sachkenntnis der Firma. Bei der Auswahl eines geeigneten Unternehmens hilft Ihnen die Checkliste (pdf, 298.9 KB) des Bremer Netzwerks Schimmelberatung.

Lüften kann dreimal, aber auch fünfmal am Tag erforderlich sein – je nach Wohnung und Wohnungsnutzung. Sobald Kondensfeuchte am Fenster auftritt, müssen Sie unbedingt bei weit offenem Fenster lüften. Ansonsten gilt: Im Winter sollten Sie bei einer relativen Raumluftfeuchtigkeit über 55 Prozent bei Zimmertemperatur von ungefähr 20°C unbedingt lüften. Dies können Sie mit einem Hygrometer (Messgerät für die relative Raumluftfeuchtigkeit) kontrollieren.

Ja. Besonders in der kühleren Jahreszeit ist die kalte Außenluft praktisch immer trockener als die wärmere Innenluft. Dies gilt auch bei Regen oder Nebel. Achten Sie aber bitte darauf, dass es nicht in die Wohnung hineinregnet.

Ist die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu hoch, besteht besonders im Winter die Gefahr, dass sich bevorzugt an kalten Stellen Kondensfeuchtigkeit bildet und Schimmel wächst. Mit einem Hygrometer (pdf, 94.3 KB) (Messgerät für die relative Raumluftfeuchtigkeit) können Sie die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung kontrollieren. Sie sollte zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall im Winter bei einer Zimmertemperatur von ungefähr 20°C unter 55 Prozent liegen, im Sommer möglichst unter 60 Prozent. Steigt sie darüber hinaus, muss gelüftet werden.

Im Winter besteht die Gefahr von Schimmelbildung an kalten Stellen einer Wohnung. Achten Sie in dieser Zeit besonders auf angepasstes Heizen und Lüften. Schimmelbildung in Wohnräumen (pdf, 539.8 KB)
Stellen Sie Möbelstücke möglichst nicht an kalte Außenwände oder rücken Sie sie 5 bis 10 Zentimeter von der Wand ab. Dann kann die warme Heizungsluft auch diese Stellen erreichen.

Im Allgemeinen wird während der kalten Jahreszeit für Wohnräume tagsüber eine Temperatur um 20 °C empfohlen. Dies entspricht meistens ungefähr der Thermostatstufe 3. Ein Tischthermometer kann zur Kontrolle der Raumtemperatur hilfreich sein. Nachts sollte die Raumtemperatur nicht unter 16 °C sinken. Generell empfiehlt es sich, die Heizung im Winter nicht ganz auszuschalten. Auch wenig genutzte Räume sollten leicht geheizt werden. Wichtig ist, dass Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen sind.
Wird die Heizung im Winter (beispielsweise über Nacht) ganz ausgeschaltet oder werden benachbarte kühlere Räume über offene Türen "mitbeheizt", kann dies zu Kondensfeuchtigkeit und Schimmelpilzbefall führen. Eine sinnvolle Energieeinsparung ist mit solchen Maßnahmen nach Meinung von Fachleuten eher nicht möglich. Eine persönliche Energieberatung, die auch das Thema Heizkosten einschließt, bietet beispielsweise die Verbraucherzentrale Bremen an.

Ein Hygrometer (pdf, 94.3 KB) (Messgerät für die relative Raumluftfeuchtigkeit) erhalten Sie zum Beispiel in Baumärkten oder in Elektrofachgeschäften.

Bei rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit einem Schimmelbefall in der Wohnung empfehlen wir Ihnen, sich an eine Rechts- beziehungsweise Mietrechtsberatung oder einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin zu wenden. Baufachliche Fragen sollten Sie mit einem Baufachunternehmen oder mit Hilfe von Bausachverständigen klären.

Das ist eine rechtliche Frage, die Sie mit einem Rechtsanwalt, einer Rechtsanwältin oder einer Rechts- beziehungsweise Mietrechtsberatung klären sollten.

Schimmelpilzmessungen in der Raumluft oder im Material sind möglich, aber nur bei bestimmten Fragestellungen sinnvoll. Wenn ein Schimmelbefall sichtbar ist, ist eine Messung in der Regel nicht erforderlich. Der Schwerpunkt sollte hier auf der sachgerechten Entfernung des Schimmelbefalls, der Abklärung der Feuchtigkeitsursache und der Sanierung des Schadens liegen. Möchten Sie dennoch eine Messung auf Schimmelpilze durchführen lassen, erkundigen Sie sich beim Messinstitut, ob es nach den Kriterien untersucht, die das Umweltbundesamt 2002 in seinem Schimmelpilzleitfaden veröffentlicht hat, ob es über eine Zertifizierung nach aktuell gültigen Richtlinien verfügt und ob es regelmäßig und erfolgreich an bundesweiten Ringversuchen zur Schimmelpilzanalyse teilnimmt.

Von Schimmel-Schnelltests, bei denen Betroffene selber eine sogenannte Sedimentationsplatte im Raum aufstellen und diese später zur Auswertung an ein Labor schicken, raten Fachleute ab. Sie liefern keine aussagekräftigen Ergebnisse zu einem Schimmelbefall.

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Veröffentlichungen

Gesundheitsamt:

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Beratungstelefon

Montag bis Freitag:
08:30 Uhr bis 12:30 Uhr

Wenn Sie nicht aus Bremen kommen

Wenn Sie nicht aus Bremen kommen, können Sie vor Ort Informationen und qualifizierte Beratung in der Regel beim örtlichen Gesundheitsamt (Arbeitsbereich Umwelthygiene) bekommen.

Weitere Informationen können Sie bei folgenden Stellen bekommen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Umweltberatungsstellen
  • Schimmelsachverständige (www.schimmelnetzwerk.de) und Bausachverständige (zu erfragen unter anderem über die Handwerkskammern/Architektenkammern)
  • Baubiologen (www.baubiologie.net)
  • Energieberater der örtlichen Verbraucherzentrale/Verbraucherberatungsstelle
  • Mieterverein (www.mieterbund.de)
  • Haus- und Grundbesitzerverein (www.haus-und-grund.net)

und anderen.

Informationen sind auch beim Umweltbundesamt, der Stiftung Warentest und bei umweltmedizinischen Laboren erhältlich.