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Gelbfieber: Impfeinwilligung

Themen im Überblick (Stand 07/2012):

Was ist Gelbfieber?
Gelbfieberimpfstoff
Risiken einer Gelbfieberimpfung
Gelbfieberverbreitungsgebiete
Hinweise zur Impfung

Was ist Gelbfieber?

Gelbfiebermücke einen Menschen stechend
Gelbfiebermücke

Gelbfieber ist eine schwere Erkrankung, die durch das Gelbfiebervirus hervorgerufen wird. Es ist eines der virusbedingten hämorrhagischen Fieber, also ein Fieber, das mit Blutgerinnungsstörungen und Blutungen einhergeht. Gelbfieber wird auf den Menschen durch den Stich einer infizierten Mücke übertragen. Man kann sich nicht direkt an einer anderen Person anstecken.
Es gibt unterschiedliche Krankheitsverläufe. Leichte, die sich wie ein grippaler Infekt äußern und die nach ein paar Tagen von selbst wieder abklingen bis hin zu einer schweren Krankheit mit Organversagen und Tod.

Gelbfiebersymptome können sein:

  • Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Gelbsucht
  • Leber-, Nieren- und Lungenversagen
  • Blutungen

Es gibt keine spezielle Behandlungsmöglichkeit für Gelbfieber. Wenn man daran erkrankt, muss man stationär intensivmedizinisch betreut werden. Trotzdem sterben viele Erkrankte.

Gelbfieberimpfstoff

Gelbfieberimpfstoff wird seit mehr als 50 Jahren verwendet. Er hat eine sehr gute und lang anhaltende Schutzwirkung. Es ist ein Lebendimpfstoff mit abgeschwächten Gelbfieberviren, der produktionsbedingt Hühnereiweiß enthält.
Eine Gelbfieberimpfung soll mindestens 10 Tage vor Reiseantritt erfolgen, um sicher wirksam zu sein und um offiziell vom Reiseland anerkannt zu werden. Impfungen müssen auf eine offiziell von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannte Weise im Impfausweis dokumentiert werden. Den Impfausweis muss man bei sich führen, denn die Einreisebehörden können verlangen, dass man ihn vorzeigt.
Im internationalen Reiseverkehr ist die Gelbfieberimpfbescheinigung 10 Jahre lang gültig.

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Welches sind die Risiken einer Gelbfieberimpfung?

Gelbfieberimpfungen werden von den meisten Menschen gut vertragen. Wenn es unerwünschte Reaktionen gibt, verlaufen sie normalerweise mild und bestehen in:

  • leichter lokaler Irritation um die Einstichstelle herum
  • Kopf- oder Muskelschmerz
  • leichtem Fieber

Etwa 20% der Geimpften verspüren die eine oder andere dieser Reaktionen, die circa drei bis sieben Tage nach der Impfung auftreten können. In sehr seltenen Fällen gibt es schwere Nebenwirkungen nach einer Impfung, und diese können drei unterschiedliche Verläufe annehmen:

  • Eine schwere allergische Reaktion bei Menschen, die gegen Hühnereiweiß allergisch sind. Das kommt bei geschätzt einer auf 130 000 Impfungen vor.

  • Eine schwere Reaktion des Nervensystems wie Hirnhaut- oder Hirnentzündung. Das kommt bei geschätzt einer auf 200 000 Impfungen vor, vor allem bei jungen Säuglingen.

  • Eine schwere Allgemeinreaktion mit Versagen mehrer Organe, wie Lunge, Leber oder Nieren. Das passiert bei schätzungsweise einer von 200 000 Impfungen, und eine solche Reaktion verläuft wie eine Gelbfiebererkrankung.

Die Reaktionen des Nervensystems und die schweren Allgemeinreaktionen sind aufgetreten bei Menschen, die zum ersten Mal gegen Gelbfieber geimpft wurden. Bei Menschen, die 60 Jahre und älter sind und zum ersten Mal gegen Gelbfieber geimpft werden, ist das Risiko schwerer Nebenwirkungen etwa 5 Mal höher als bei Jüngeren (ein Fall auf circa 40 000 Impfungen).

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Gelbfieberverbreitungsgebiete

Auf den Internetseiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) finden sich interaktive Karten (International Travel and Health Interactive), die die Verbreitungsgebiete wichtiger Krankeiten darstellen. Unter "Yellow fever" erhät man die Gelbfieberverbreitungskarte.
(Je nach System können zum Teil längere Ladezeiten entstehen.)

Hinweise zur Impfung

Die vorliegenden Informationen können Sie ausdrucken und als Impfeinwilligung (pdf, 53.4 KB) unterschrieben zur Gelbfieberimpfung mitbringen.
Auch die vor der Impfung zu erhebende Impfanamnese Erhebungsbogen (pdf, 147.5 KB) können Sie vorab ausdrucken und ausgefüllt zum Impftermin mitbringen.