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Umwelthygiene in Schulen, Kindertages- und Freizeiteinrichtungen

Schulen, Kindergärten, Sporthallen und andere Gemeinschaftseinrichtungen spielen unter anderem für Kinder, Jugendliche und Mitglieder von Vereinen auch gesundheitlich eine besondere Rolle. Sie verbringen hier viel Zeit auf relativ engem Raum. Im Vergleich zu Privatwohnungen können sich in Gemeinschaftseinrichtungen aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen spezielle Probleme ergeben.

Im Zentrum der Fragen zu möglichen schädlichen Wirkungen steht häufig die Qualität der Innenraumluft. Diese wird durch Baumaterialien, Gebäudekonstruktionen, Ausstattungs- und Einrichtungsgegenstände sowie auch durch die Nutzerinnen und Nutzer beeinflusst.

Wer sich drinnen aufhält, braucht ein gewisses Maß an Behaglichkeit. Es sollte weder zu warm noch zu kalt sein. Zugluft wird als unangenehm empfunden. Die Forderung nach sommerlichem Wärmeschutz oder auch die Einhaltung hygienischer Standards von raumtechnischen Anlagen stehen damit auf unserer Arbeitsliste.

Darüber hinaus befassen wir uns mit dem Lärm im Innen- und Außenbereich von Kindertageseinrichtungen und Schulen, ebenso wie mit der Raumakustik.

Ferner bewerten wir elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder, die etwa durch WLAN und Trafostationen erzeugt werden.

Anlassbezogen

bearbeiten wir umwelthygienische Fragestellungen, die Schulen, Kindergärten oder andere Einrichtungen an uns herantragen. Unabhängig davon, wer uns anspricht (Nutzer, Eltern, Leitungen, andere Behörden) versuchen wir grundsätzlich, im Rahmen eines Ortstermins, die Problematik einzugrenzen. Falls erforderlich und ergebnisorientiert durchführbar, beauftragen wir ergänzende technische Untersuchungen. Die Gebäudeeigentümer und Nutzer erhalten eine Stellungnahme mit Handlungsempfehlungen. Sofern von der Fragestellung in erster Linie die Belange der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes betroffen sind, verweisen wir an die zuständigen Fachdienste für Arbeitsschutz.

Vorbeugend

beraten wir andere Behörden und formulieren im Rahmen von Sanierungs- und Neubauvorhaben gesundheitsbezogene Anforderungen. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir seit einigen Jahren der Planung von Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder, wie Kindergärten oder Kindergruppen. Hier haben wir Standards und Empfehlungen zu baulichen Anforderungen entwickelt:

  • Belüftung der Räume
  • Lärm im Außen- und Innenbereich
  • Akustik in den Räumen
  • Auswahl von Baumaterialien mit geringen Schadstofffreisetzungen

Diese hier formulierten Anforderungen fließen auch in unsere Stellungnahmen zu Bauvorhaben ein.

Darüber hinaus setzen wir uns bei Sanierungen für die baubegleitende Überprüfung auf vorhandene Gebäudeschadstoffe (pdf, 37.5 KB) ein.

Initiativ

bearbeiten wir Themen, bei denen aufgrund des wissenschaftlichen Kenntnisstandes aus Sicht des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ein Handlungsbedarf gesehen wird. Wir entwickeln lösungsorientierte Handlungskonzepte, stimmen diese mit anderen zuständigen Behörden ab und kümmern uns um die Umsetzung. Teilweise ist es sinnvoll, öffentliche Gebäude systematisch auf bestimmte Schadstoffe (Stichwort: Schadstoffkataster) zu untersuchen. Dies begleiten wir fachlich.

Matthias Ross

Umwelthygiene

Gesundheitsamt
Horner Straße 60-70
28203 Bremen

Claudia Haring

Umwelthygiene

Gesundheitsamt
Horner Straße 60-70
28203 Bremen