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Sozialmedizinscher Dienst für Erwachsene

Pavillon

Die Abteilung Sozialmedizinischer Dienst für Erwachsene ist zuständig für Aufgaben der Gesundheitssicherung, Gesundheitsförderung und Gesundheitsfürsorge bei Erwachsenen. Dazu gehört das Anfertigen von amtsärztlicher Gutachten, die von Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes, vom Amt für Soziale Dienste, vom Jobcenter Bremen sowie von anderen Behörden in Auftrag gegeben werden. Großen Raum nehmen Untersuchungen zur Einstellung und Verbeamtung im Öffentlichen Dienst der Stadt Bremen sowie Stellungnahmen für das Jobcenter zur Frage der Erwerbsfähigkeit von Arbeitslosengeld 2-Beziehern ein.

Eine weitere Aufgabe, deren Bedeutung angesichts der wachsenden Zahl von Pflegeheimen und Pflegebedürftigen zunimmt, ist die Beteiligung an der Aufsicht über Alten- und Pflegeheime in der Stadt Bremen.
In die Zuständigkeit der Abteilung fällt auch die Prüfung von Heilpraktikern. Damit soll sichergestellt werden, dass die künftigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker die Gesundheit ihrer Klienten nicht gefährden.

Die Medizinische Notversorgung für Wohnungslose richtet sich ebenfalls an Menschen, deren Lebenssituation problematisch ist. Obdachlose suchen selten Arztpraxen auf, haben aber viele gesundheitliche Probleme und sind manchmal auch nicht krankenversichert. Für sie gibt es im Jakobushaus ("Papageienhaus") und im "Frauenzimmer" - einer Wohneinrichtung für obdachlose Frauen - ärztliche Sprechstunden. Das Gesundheitsamt ist zusammen mit der Inneren Mission und der Ärztekammer Mitglied eines Fördervereins, der diese Sprechstunden anbietet.

HIV/AIDS und sexuell übertragbaren Krankheiten

Ein wichtiges Thema ist die Prävention von HIV, AIDS und sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Neuinfektionen bei HIV und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen wie Syphilis (Lues) und Gonorrhoe ("Tripper") nehmen etwa seit dem Jahr 2000 wieder leicht zu. Das Gesundheitsamt klärt über Infektionswege auf, berät Menschen, die befürchten, sich infiziert zu haben und unterstützt Betroffene. Der anonym und kostenlos angebotene HIV-Test kann von allen Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genommen werden. Er ist mit einer individuellen Beratung verbunden.

Kommunale Selbsthilfeförderung

Selbsthilfegruppen spielen eine bedeutende Rolle in unserem Gesundheitswesen. Sie unterstützen die Behandlung und helfen Betroffenen, mit Behinderung oder Krankheit zu leben und ihre Folgen zu bewältigen. Allein in Bremen gibt es über 540 Selbsthilfegruppen. Gemeinsam mit anderen Partnern berät die Kommunale Selbsthilfeförderung Bürgerinnen und Bürger, die sich einer Selbsthilfegruppe anschließen wollen oder hilft bei der Gründung neuer Gruppen.

Migration und Gesundheit

Der Arbeitsbereich Migration und Gesundheit bietet in den Wohnheimen für Flüchtlinge und Asylbewerber medizinische Sprechstunden an. Diese Sprechstunden dienen nicht nur der gesetzlich verpflichtenden Erstuntersuchung, sondern übernehmen die hausarztähnliche Versorgung bei einfach zu behandelnden Erkrankungen. Auch für illegal eingereiste oder in Deutschland gebliebene Ausländer ohne Aufenthaltsstatus gibt es seit 2009 eine einfache Basisversorgung. Diese Menschen haben ansonsten kaum Möglichkeiten, sich im Krankheitsfall behandeln zu lassen. Das Angebot wird von der Inneren Mission und dem Gesundheitsamt gemeinsam getragen.
Bei Bedarf erfolgt eine soziale Beratung durch den Verein für Innere Mission in Bremen.

Steuerungsstellen Psychiatrie und Suchtkrankenhilfe und Drogenhilfe

Zum Auftrag des Bremer Gesundheitsamtes zählt schließlich noch die Steuerung und Koordination von steuerfinanzierten Eingliederungshilfen für psychisch kranke und suchtkranke Menschen.
Die beiden Steuerungsstellen Psychiatrie und Suchtkrankenhilfe und Drogenhilfe des Gesundheitsamtes sind zuständig für die fachliche Koordination und bedarfsgerechte Ausgestaltung des kommunalen Versorgungs- und Hilfesystems für psychisch Kranke, Suchtkranke und Drogenabhängige in Bremen. Darüber hinaus obliegt ihnen die fachliche Steuerung von Maßnahmen der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch 12, die psychisch kranken, suchtkranken und drogenabhängigen Menschen ein möglichst normales Leben im gewohnten sozialen Umfeld ermöglichen sollen.

Abteilungsleitung

Dr. Monika Lelgemann

Gesundheitsamt
Horner Straße 60-70
28203 Bremen

Sekretariat

Hedwig Menzel

Gesundheitsamt
Horner Straße 60-70
28203 Bremen