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Sozialpädiatrische Abteilung

Ansgarhaus

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Gesundheitsamtes ist die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Dieses Themenfeld wird von der Sozialpädiatrischen Abteilung bearbeitet.

Familien-Hebammen

Familien-Hebammen stehen Schwangeren mit sozialen und/oder medizinischen Problemen mit Rat und Tat zur Seite. Auch nach der Geburt des Kindes unterstützen die Familien-
Hebammen Eltern und Kind in schwierigen Situationen. In einer Reihe von Stadtteilen suchen Krankenschwestern des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes junge Mütter zu Hause auf. Während des ersten Lebensjahres des Kindes erhalten die Mütter dreimal Besuch. Dabei werden sie zu aktuellen Gesundheitsfragen sowie zu passenden Angeboten für Mutter und Kind im Wohnumfeld beraten. Erscheint die Versorgungssituation des Kindes problematisch, wird auch Kontakt zum Jugendamt hergestellt.

Einladende Stelle Früherkennung/Frühberatung

Schließlich lädt die Einladende Stelle Früherkennung/Frühberatung zu den Untersuchungen zur Krankheitsfrüherkennung für Kinder U4 bis U9 ein. Versäumen die Eltern die Untersuchung, erhalten sie von der Einladenden Stelle eine Erinnerung. Bleibt diese Erinnerung folgenlos, klärt der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst die Gründe beziehungsweise bietet ersatzweise die Untersuchung zu Hause an.

Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

Die 15 Stadtteilteams des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes haben auch die Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in ihrer Region im Blick: Beraten werden Krippen, Kindergärten und Horte zur gesundheitsförderlichen Ausgestaltung des Einrichtungsalltags. Besonderes Augenmerk gilt dem Mittagsessensangebot, den Aktivitäten zur Bewegungsförderung und dem Infektionsschutz. Des Weiteren werden jedes Jahr mehrere hundert Kinder daraufhin untersucht, ob die besuchte Einrichtung zusätzlich ausgestattet werden muss oder speziell qualifiziertes Personal benötigt, damit Kinder mit besonderen Bedürfnissen in den Einrichtungen adäquat in ihrer Entwicklung gefördert werden können.
Werden die Teams des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes für Schülerinnen und Schüler tätig, treten sie als Schulärztlicher Dienst in Erscheinung. Dieser führt die ärztliche Schuleingangsuntersuchung durch, die für alle Schulanfänger verpflichtend ist. Außerdem berät der Schulärztliche Dienst Eltern und Lehrkräfte mit dem Ziel eines gelingenden Lernstarts. Besondere Aufmerksamkeit erfahren auch hier wieder Schülerinnen und Schüler mit schulischen Problemen. So ist der Schulärztliche Dienst am Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs beteiligt. Dabei tritt der Dienst dafür ein, dass alle Kinder an einer Schule, das heißt behinderte Kinder gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern inklusiv in einem Klassenverband unterrichtet werden. Kampagnen wie eine Sehtestaktion für alle Fünftklässler oder verschiedene Gesundheitsförderinitiativen an diversen Schulstandorten runden die Mitwirkung des Schulärztlichen Dienstes im Schulbetrieb ab.
Zwei präventive Arbeitsfelder, in denen das Gesundheitsamt gemeinsam mit der niedergelassenen Ärzte- beziehungsweise Zahnärzteschaft tätig ist, haben sich als besonders erfolgreich erwiesen. So haben Impfungen schwere Infektionskrankheiten, aber auch so genannte Kinderkrankheiten, die mit Komplikationen einhergehen können, weitgehend zurückgedrängt. Von Geburt an bemühen sich die niedergelassenen Ärzte um einen guten Impfschutz. Das Gesundheitsamt wiederum stellt fest, wie der Durchimpfungsgrad gegen die einzelnen Zielkrankheiten ist und wird dort, wo Lücken bestehen, mit eigenen Impfangeboten tätig. So wird Fünftklässlern, die noch nicht vollständig geimpft sind, die Masern-, Mumps- und Rötelnimpfung niedrigschwellig und kostenlos in den Schulen angeboten. Gleiches gilt für die Impfung gegen Hepatitis B in der 7. Klassenstufe. Ergänzend wirbt die Impfstelle für empfohlene Impfungen bei allen Altersgruppen, von der Eltern-Information für Unter-3-Jährige bis zu den Impfempfehlungen für Senioren.
Auch die Anstrengungen im Bereich der Zahngesundheit waren in den letzten Jahrzehnten außerordentlich erfolgreich. Heute haben wesentlich mehr Kinder naturgesunde Gebisse als früher. Auch die Karieshäufigkeit bei den bleibenden Zähnen ist bei Jugendlichen zurückgegangen. Bewirkt haben dies gemeinsame Anstrengungen von Krankenkassen, Zahnärztlichen Körperschaften und des Arbeitsfeldes Kinder- und Jugendzahnpflege im Gesundheitsamt. Diese Institutionen haben sich in der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege zusammengeschlossen. Gemeinsam und koordiniert betreiben sie die Zahngesundheitserziehung vom Säuglingsalter an, besonders intensiv jedoch in Kindergärten und Grundschulen.

Studien zur Kindergesundheit

Eines der Kennzeichen der Arbeit der Sozialpädiatrischen Abteilung sind die zahlreichen Studien zu speziellen Aspekten von Kindergesundheit in Bremen, zum Beispiel häusliche Kinderunfälle, Ess-Störungen bei Jugendlichen oder psychosoziale Entwicklungsauffälligkeiten bei Schulanfängern. Diese Arbeiten erscheinen für gewöhnlich im Rahmen der Kommunalen Gesundheitsberichterstattung. Die Studien sollen Erkenntnisse darüber liefern, welche Rahmenbedingungen für ein gesundes Aufwachsen möglichst aller Kinder in Bremen wünschenswert sind. Besondere Zuwendung in allen Tätigkeitsfeldern erfahren chronisch kranke und behinderte Kinder sowie Kinder die infolge wirtschaftlicher oder familiärer Probleme, kompensatorische Hilfe auch aus dem Gesundheitssektor benötigen.

Kinder- und Jugendpsychiatrische Beratungsstelle

Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen und ihre Angehörigen finden Beratung und weitergehende Hilfen bei der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Beratungsstelle KIPSY des Gesundheitsamts. Durch einen Kooperationsvertrag mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Klinikum Bremen Ost ist bei entsprechendem Bedarf ein direkter Zugang zu einer teilstationären oder stationären Behandlung gewährleistet. Ein neuer Bestandteil der KIPSY ist die Suchtambulanz (ESC)ape mit speziellen Hilfsangeboten für suchtgefährdete Jugendliche und deren Angehörigen.

Abteilungsleitung

Dr. med. Gabriele Sadowski, MPH

Gesundheitsamt
Horner Straße 60-70
28203 Bremen


Sekretariat

Marina Wohlgethan

Gesundheitsamt
Horner Straße 60-70
28203 Bremen