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SARS-CoV-2 (Neuartiges Coronavirus, 2019-nCoV)

Allgemeine Informationen

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Seit Dezember 2019 traten zunächst in China vermehrt Krankheitsfälle mit zum Teil schweren Lungenentzündungen auf. Am 07. Januar 2020 wurde als Ursache der Erkrankung ein neuartiges Coronavirus identifiziert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dem neuartigen Coronavirus die Bezeichnung SARS-CoV-2 gegeben. Der Name bezieht sich auf die sehr enge Verwandtschaft zum SARS-Virus (SARS-CoV), an dem 2002/2003 viele Menschen gestorben waren. Die Lungenkrankheit, die vom Virus ausgelöst wird, erhielt den Namen Covid-19. Covid steht für Corona Virus Disease.

Inzwischen existieren vielfältige Informationsmöglichkeiten zu Coronavirus und Covid-19. Hier und insbesondere auf den folgenden Seiten bekommen Sie aktuelle Informationen und Handlungsempfehlungen.

Zentrale überregionale Informationsmöglichkeiten

Grafische Darstellung zum neuartigen Coronavirus. (c) BZgA

Informationen aus Bremen

Logo Gemeinsam gegen Corona. (c) www.bremen.de

Stand: 25.08.2020

Wenn Sie sich in einer Corona-Ambulanz oder beim Hausarzt einer Testung auf das Coronavirus unterzogen haben, gelten folgende Verhaltensweisen:

Wenn bei Ihnen der Test aufgrund des begründeten Verdachts einer Infektion durchgeführt wurde, sind Sie zu einer strikten häuslichen Isolierung verpflichtet.

Die Isolierung gilt für die Dauer von 14 Tagen gerechnet

  • ab dem Zeitraum des letzten Kontakts zu einer nachweislich positiv getesteten Person
  • oder der Rückkehr aus einem Risikogebiet nach Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI)
  • oder der Rückkehr aus einem Gebiet, in dem gehäuft Corona-Erkrankungen auftreten
  • oder dem Kontakt zu Personen in einer Einrichtung (zum Beispiel Krankenhaus, Pflegeheim et cetera), in denen gehäuft Atemwegserkrankungen aufgetreten sind

unabhängig davon, ob bei Ihnen Krankheitssymptome auftreten oder nicht.
Regelungen für Reiserückkehrer: Nähere Informationen.

Die Isolierung ist auch dann in vollem zeitlichen Umfang einzuhalten, wenn Ihnen ein negatives Testergebnis mitgeteilt wurde, da der Test nur eine Momentaufnahme darstellt. Möglicherweise war zum Zeitpunkt der Testung die Menge der Viren in Ihrem Körper noch so gering, dass die Viren (noch) nicht nachweisbar waren.

Bitte vermeiden Sie Nachfragen beim Gesundheitsamt, um sich nach dem Ergebnis des Tests zu erkundigen. Da das Gesundheitsamt nicht Auftraggeber für die Untersuchung war und daher auch nicht über negative Ergebnisse informiert wird, können wir hierzu keine Auskunft geben. Das Gesundheitsamt wird sich in jedem Fall bei Ihnen melden, wenn das Testergebnis positiv ist, das heißt wenn die Viren bei Ihnen nachgewiesen wurden. Auskunft über ein negatives Ergebnis kann Ihnen nur vom Hausarzt gegeben werden, der die Überweisung an die Corona-Ambulanz ausgestellt hat.

Durch die starke Auslastung der Labore kann es dazu kommen, dass es mehrere Tage dauert, bis ein Ergebnis vorliegt. Sie dürfen auf keinen Fall die Isolierung beenden, wenn sie einige Tage lang kein Ergebnis erhalten haben.

Stand: 25.08.2020

Die Quarantäne ist wichtig. Sie dient Ihrem Schutz und dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern.

Wenn Sie aufgefordert worden sind, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, weil Sie Kontakt zu einem von uns bestätigten Covid-19-Fall hatten, dann sollten Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen.

Unterbringung und Kontakte

Stellen Sie nach Möglichkeit eine Einzelunterbringung in einem gut belüftbaren Einzelzimmer sicher.
Begrenzen Sie die Anzahl und Enge Ihrer Kontakte bestmöglich, insbesondere gegenüber Personen, die einer Risikogruppe angehören (Immunsupprimierte, chronische Kranke, ältere Personen). Empfangen Sie keinen unnötigen Besuch.

Haushaltspersonen und eventuelle Besucher sollten sich in anderen Räumen aufhalten oder, falls dies nicht möglich ist, einen Mindestabstand von mindestens 1 m – 2 m zu Ihnen einhalten. Alternativ: die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen.

Stellen Sie sicher, dass Räume, die von mehreren Personen genutzt werden (zum Beispiel Küche, Bad) regelmäßig gut gelüftet werden.

Hygienemaßnahmen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu solchen Erkrankten (circa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

Händehygiene sollte vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann durchgeführt werden, wenn die Hände sichtbar schmutzig sind. Führen Sie die Händehygiene mit Wasser und Seife durch.

Bei Verwendung von Wasser und Seife sind Einweg-Papiertücher zum Trocknen der Hände das Mittel der Wahl. Wenn nicht verfügbar, verwenden Sie Handtücher und tauschen diese aus, wenn sie feucht sind.

Gesunde sollten nicht dieselben Handtücher verwenden wie Erkrankte.

Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens mit Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen, gefolgt von Händehygiene.

Entsorgen Sie Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet werden, oder reinigen Sie sie nach Gebrauch entsprechend.

Taschentücher und andere Abfälle, die von kranken Personen oder bei der Pflege von kranken Personen erzeugt wurden, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einem mit einer Auskleidung versehenen Behälter im Krankenzimmer aufbewahrt werden.

Es ist sehr wichtig, dass Sie die Quarantäne und die Hygieneregeln genau einhalten – auch wenn Sie keine Beschwerden haben sollten. Sie schützen damit sich und andere.

Weitere Informationen entnehmen Sie auch dem Flyer Häusliche Quarantäne

Stand: 20.08.2020

Ein hohes Alter und bestehende Vorerkrankungen: Diese Faktoren werden im Zusammenhang mit den Corona-Risikogruppen stets genannt. Nachfolgend finden Sie ausgewählte Informationen und weiterführende Links, was damit gemeint ist.

Stand: 24.08.2020

Bewertung von Atemwegserkrankungen

Zur Bewertung von Krankheitszeichen wie Fieber und Husten ist zu bedenken, dass wir uns zurzeit immer noch in der diesjährigen Grippewelle befinden und zusätzlich weitere Viren Hochsaison haben, die Atemwegserkrankungen verursachen. Das Infektionsrisiko für die Allgemeinbevölkerung in Deutschland für eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus wird vom Robert Koch-Institut (RKI) inzwischen als hoch eingeschätzt.

Es ist die Aufgabe der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, anhand der verfügbaren Informationen (unter anderem Aufenthalt in einem ausgewiesenen Risikogebiet, klinisches Krankheitsbild) zu entscheiden, ob eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus vorliegen könnte und ob eine labordiagnostische Abklärung erforderlich ist.

Anfällige Personen

Personen mit schweren Vorerkrankungen, chronischen Grunderkrankungen, Immunschwäche oder hohem Alter wird ein besonderes Risiko, wie bei jeder anderen Infektionskrankheit auch, für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen zugesprochen. Bei nicht besonders anfälligen Personen geht man derzeit von einem eher milden Krankheitsverlauf bei COVID-19 aus.
Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

Symptome von COVID-19

Wie andere respiratorische Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber und Atemnot führen.

Übertragungswege

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Inkubationszeit

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann, im Durchschnitt beträgt sie der WHO zufolge 5 bis 6 Tage.

Impfungen und Therapie

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. Auch steht derzeit keine spezifische, das heißt gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete, antivirale Therapie zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt derzeit symptomatisch.

Allgemeine Hygienemaßnahmen

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützt eine gute Husten- und Nies- Etikette und Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (circa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus. Auch aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden.

  • häufiges und regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife, vor allem nach Kontakten mit häufig gemeinsam benutzten Berührungspunkten (zum Beispiel Türklinken, Fahrstuhlknöpfe, Griffe), vor dem Essen, wenn man von draußen kommt et cetera.)
  • Berührungen im Gesicht, insbesondere Mund und Nase vermeiden
  • Husten- und Nies-Etikette: Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, zum Beispiel mit der Ellenbeuge oder einem Einmaltaschentuch

Allgemeine Hygienemaßnahmen in Pflegeeinrichtungen

  • Regelmäßige und anlassbezogene Schulung des Personals
  • Einhaltung der Basishygienemaßnahmen: Maßnahmen, die im Umgang mit jedem Bewohner praktiziert werden müssen, unabhängig davon, ob ein Krankheitserreger festgestellt worden ist oder nicht:
  • Händehygiene/Händedesinfektion ("die fünf Indikationen der Händedesinfektion")
    - Vor jedem Bewohnerkontakt
    - Vor aseptischen Tätigkeiten
    - Nach Kontakt mit potenziell infektiösen Materialien
    - Nach jedem direkten Bewohnerkontakt
    - Nach jedem indirekten Bewohnerkontakt
  • Hygienegerechte Durchführung medizinisch-pflegerischer Maßnahmen
  • Indikationsgerechte Benutzung von Schutzkleidung
  • Aufbereitung von Medizinprodukten und Pflegeartikeln
  • Flächenreinigung und Flächendesinfektion

Hygienemaßnahmen bei Atemwegserkrankungen in Pflegeeinrichtungen

  • In Pflegeeinrichtungen sind die Infektionsschutzmaßnahmen bei Atemwegserkrankungen analog zu den Maßnahmen beim Auftreten von Influenza durchzuführen
  • Der Hygieneplan muss auf diesen Punkt überprüft und ggf. ergänzt oder aktualisiert werden, dazu zählen zum Beispiel spezielle Anforderungen an die Personalhygiene, das Einrichten von und das Verhalten in Isolierzimmern, kontaktreduzierende Maßnahmen, Desinfektionsmaßnahmen, et cetera.

Diese Informationen zum Download (pdf, 285.5 KB)

Stand: 08.09.2020

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht Lungenentzündungen mit zum Teil schweren Verläufen.
Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten sind hier zu finden.

SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Infektketten (eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung über bis zu vier Generationen von Fällen hinweg) und Erkrankungsfälle bei medizinischem Personal wurden bislang nur in China beschrieben. Erste Mensch-zu-Mensch-Übertragungen außerhalb Chinas wurden bislang in Vietnam und in Deutschland berichtet.

Vorgehen bei Verdachtsfällen und Identifikation von Personen zur weiteren diagnostischen Abklärung

Das RKI hat eine Falldefinition und ein Flussschema erstellt, die umfangreiche Hilfestellung geben, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung auf SARS-CoV-2 durchgeführt werden sollte. Die Kriterien, welche Personen einer COVID-19-Diagnostik unterzogen werden sollten, werden dabei an die aktuelle Situation in Deutschland angepasst. Tests bei asymptomatischen Personen werden nicht empfohlen. (Stand: 25.03.2020)

Bitte beachten Sie die Orientierungshilfe des Robert Koch-Instituts RKI zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen.

In Bremen ist der PCR-Nachweis für Coronavirus SARS-CoV-2 zum Beispiel im Medizinischen Labor Bremen (MLHB) verfügbar. Proben sollen an das Medizinische Labor Bremen (MLHB) versendet oder direkt dort abgegeben werden.

Zur Entnahme von Probenmaterial und zum Versand sind die Hinweise des RKI zu Fragen der Labordiagnostik und Referenzuntersuchungen zu beachten.

Meldepflicht

Dem Gesundheitsamt sind begründete Verdachtsfälle, bestätigte Fälle sowie der Tod gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 5a IfSG (Auftreten einer bedrohlichen Krankheit, wenn dies auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist und Krankheitserreger als Ursache in Betracht kommen, die nicht in § 7 genannt sind), namentlich zu melden (Meldeformulare siehe unter Hinweise und Links).

Eine aktuelle Verordnung dehnt die Meldepflicht nach § 6 Abs.1 Satz 1 Nr.1 und 7 Abs.1 Satz 1 IfSG explizit auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 aus.

Nicht meldepflichtig sind Fälle unter differentialdiagnostischer Abklärung, bei denen kein Kontakt zu einem bestätigten Fall bestand und solche, die nicht im Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in einer Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus stehen.

In Abweichung von §8 Abs.3 Satz 2 IfSG ist die Erkrankung auch dann zu melden, wenn der Verdacht bereits gemeldet wurde. Sollten also in Corona-Ambulanzen und gemeinsamen Einrichtungen der Kassenärzte Untersuchungen durchgeführt werden, die nicht der Verdachts-Meldepflicht unterliegen, besteht dennoch die Pflicht zur Arztmeldung bei Vorliegen eines positiven Ergebnisses. Hierfür ist in diesem Falle die Meldung der Daten in Form einer Liste ausreichend, sofern die übrigen Angaben bereits vollständig in der Verdachtsmeldung gemeldet wurden.
Dem Gesundheitsamt ist auch zu melden, wenn sich der Verdacht einer Infektion nicht bestätigt.

Hinweise und Links

Stand 01.09.2020

Stand: 25.08.2020

Richtiges Lüften reduziert Risiko der SARS-CoV-2-Infektion

Stand: 15.06.2020

Wir informieren darüber, dass personenbezogene Daten auf Grundlage von Artikel 6 Absatz 1 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) vom 20.07.2000 erhoben und weiterverarbeitet werden.

Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen zum Datenschutz im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie:

Stand: 11.08.2020