Sie sind hier:

SARS-CoV-2 (Neuartiges Coronavirus, 2019-nCoV)

Stand der Informationen: 13.02.2020

Allgemeine Informationen

Seit Dezember 2019 treten in China vermehrt Krankheitsfälle mit zum Teil schweren Lungenentzündungen auf. Am 07. Januar 2020 wurde als Ursache der Erkrankung ein neuartiges Coronavirus identifiziert. Betroffen ist insbesondere die Metropole Wuhan (11 Millionen Einwohner) und die Provinz Hubei, zu der Wuhan gehört.

Das Virus verursacht Infektionen der unteren Atemwege bis hin zu Lungenentzündungen mit zum Teil schweren Verläufen.

Mit einem Import von einzelnen Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden. Auch einzelne Übertragungen in Deutschland sind möglich. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung bleibt derzeit weiterhin gering.

Um die Ausbreitung respiratorisch übertragbarer Krankheiten zu vermeiden, sollten ganz besonders in Regionen mit Erkrankungsfällen durch das neuartige Coronavirus gute Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten gehalten werden. Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der Grippewelle aber überall und jederzeit angeraten.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus zusammengestellt, diese werden laufend aktualisiert und stehen dort auch als Merkblatt zum Download zur Verfügung.

Bezeichnung

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dem neuartigen Coronavirus die Bezeichnung SARS-CoV-2 gegeben. Der Name bezieht sich auf die sehr enge Verwandtschaft zum SARS-Virus (SARS-CoV), an dem 2002/2003 viele Menschen gestorben waren. Die Lungenkrankheit, die vom Virus ausgelöst wird, erhielt den Namen Covid-19. Covid steht für Corona Virus Disease.

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht Lungenentzündungen mit zum Teil schweren Verläufen.
Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten sind hier zu finden.

SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Infektketten (eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung über bis zu vier Generationen von Fällen hinweg) und Erkrankungsfälle bei medizinischem Personal wurden bislang nur in China beschrieben. Erste Mensch-zu-Mensch-Übertragungen außerhalb Chinas wurden bislang in Vietnam und in Deutschland berichtet.

Wahrscheinlichkeit der Ausbereitung in der Europäischen Union

Das ECDC schätzt das Risiko einer weiteren Ausbreitung innerhalb der EU derzeit als gering ein.

Vorgehen bei Verdachtsfällen und Identifikation von Personen zur weiteren diagnostischen Abklärung

Eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch SARS-CoV-2 muss durchgeführt werden bei

  • Personen mit respiratorischen Symptomen oder radiologischem Hinweis auf akute Infektionen der unteren Atemwege unabhängig von deren Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall mit SARS-CoV-2
  • Personen mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Risikogebiet (Reise oder Wohnort) innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn.

Bitte beachten Sie: Das Vorgehen bei Verdachtsfällen, Meldepflichten und weitere Maßnahmen sind in einem Ablaufschema (pdf, 112.7 KB) dargestellt.

In Bremen ist der PCR-Nachweis für Coronavirus SARS-CoV-2 im Medizinischen Labor Bremen (MLHB) verfügbar. Proben sollen an das Medizinische Labor Bremen (MLHB) versendet oder direkt dort abgegeben werden.

Zur Entnahme von Probenmaterial und zum Versand sind die Hinweise des RKI zu Fragen der Labordiagnostik und Referenzuntersuchungen zu beachten.

Meldepflicht

Dem Gesundheitsamt sind entsprechend dieser Falldefinition alle Fälle (Personen unter weiterer Abklärung, wahrscheinliche Fälle und bestätigte Fälle) gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 5a IfSG (Auftreten einer bedrohlichen Krankheit, wenn dies auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist und Krankheitserreger als Ursache in Betracht kommen, die nicht in § 7 genannt sind), namentlich über das Arzt - Meldeformular (pdf, 252.2 KB) zu melden.
Eine aktuelle Verordnung dehnt die Meldepflicht nach § 6 Abs.1 Satz 1 Nr.1 und 7 Abs.1 Satz 1 IfSG explizit auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 aus.

In Abweichung von §8 Abs.3 Satz 2 IfSG ist die Erkrankung auch dann zu melden, wenn der Verdacht bereits gemeldet wurde. Dem Gesundheitsamt ist auch zu melden, wenn sich der Verdacht einer Infektion nicht bestätigt.

Weitere Informationen

Betroffen ist insbesondere die Provinz Hubei.
Weitere Informationen zu Risikogebieten in China sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts Berlin zu finden.

  • Sind Sie vor mehr als 14 Tagen aus China nach Deutschland eingereist, besteht keine Gefahr einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2). Sollten bei Ihnen Krankheitssymptome wie bei einer Erkältung oder grippeähnliche Symptome auftreten, suchen Sie Ihren Arzt/ Ihre Ärztin auf.

  • Sind Sie vor 14 oder weniger Tagen aus China nach Deutschland gereist und treten bei Ihnen grippeähnliche Symptome oder Symptome einer Lungenentzündung oder hohes Fieber auf, nehmen Sie zunächst telefonischen (keinen persönlichen) Kontakt zu Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin auf. Dort wird über das weitere Vorgehen entschieden.

  • Sind Sie vor 14 oder weniger Tagen aus China nach Deutschland gereist und liegen bei Ihnen keine Symptome vor, dann müssen Sie im Sinne einer Vorsorge Vorkehrungen treffen, um Ihren eigenen Gesundheitszustand zu überwachen und das Risiko der Weiterverbreitung der Infektionskrankheit zu minimieren. Nähere Informationen finden Sie in der Übersicht: Hinweise für Reisende/Rückkehrer aus China (pdf, 111.2 KB)

Diese Angaben beruhen auf den aktuellen Informationen des Robert Koch-Instituts in Berlin. Dort finden Sie auch weitere zuverlässige Angaben zum neuartigen Coronavirus.

Beachten Sie auch die Hinweise und Informationen des Auswärtigen Amtes: Informationen für China-Reisende]