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Schwangere, Babys und Kleinkinder

Schwangere

Schematische Darstellung einer schwangeren Person und einer Person, die ein kleines Kind auf dem Arm trägt.

Der Körper einer Schwangeren verändert sich durch die Schwangerschaft. Um das ungeborene Baby optimal zu versorgen, erhöht sich das Blutvolumen der Schwangeren und das Herz-Kreislauf-System wird stärker beansprucht. Hitze belastet den Kreislauf zusätzlich, denn der Körper reagiert auf die Hitze mit einer verstärkten Durchblutung der Haut. Auf diese Weise gibt der Körper die überschüssige Wärme ab. Das kann bei Schwangeren zu niedrigem Blutdruck und Schwindel führen. Eine weitere Folge sind geschwollene Beine und Füße.
Auch die Atmung kann eingeschränkt sein, da die Lunge durch das Kind weniger Platz hat.
Hitze führt dazu, dass der ohnehin schon höhere Flüssigkeitsbedarf während der Schwangerschaft noch weiter ansteigt. Gleichzeitig schwitzen Schwangere stärker. Wird dieser Flüssigkeitsverlust nicht rechtzeitig durch ausreichendes Trinken ausgeglichen, kann es leicht zu einem Flüssigkeitsmangel und einem Elektrolytverlust kommen.

Tipps zum Hitzeschutz

Zusätzlich zu unseren allgemeinen Tipps können Sie sich als Schwangere so vor Hitze schützen:

  • Trinken Sie alle 15 bis 20 Minuten kleine Mengen: Wasser, isotonische Getränke, verdünnte Säfte oder Brühe.
  • Machen Sie regelmäßige Pausen im Schatten – auch ohne akutes Unwohlsein.
  • Wenn möglich, machen Sie einen Mittagsschlaf.
  • Legen Sie die Beine hoch.
  • Gegen geschwollene Beine können Kompressionsstrümpfe helfen.
  • Machen Sie Fußbäder mit lauwarmem Wasser.
  • Zur Abkühlung ein kühler Waschlappen auf Stirn oder im Nacken.
  • Bitten Sie Ihr Umfeld um Unterstützung bei alltäglichen Dingen.
  • Für Personen im Umfeld einer Schwangeren: Bieten Sie Schwangeren aktiv einen Sitzplatz an

Babys und Kleinkinder

Babys und Kleinkinder

Babys und insbesondere Neugeborene sind noch nicht vollständig in der Lage ihre Körpertemperatur selbst zu regulieren und konstant zu halten. Das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpergewicht ist bei kleinen Kindern größer als bei Erwachsenen. Aus dem Grund verlieren sie schneller Flüssigkeit durch Schwitzen und überhitzen schneller. Zudem haben sie oft keinen oder wenig Durst, können den Durst noch nicht äußern und vergessen beim Spielen das Trinken.

Flüssigkeitsmangel

Flüssigkeitsmangel bei kleinen Kindern erkennen Sie an diesen Anzeichen:

  • Durst
  • Quengelige und reizbare Stimmung
  • Weniger nasse Windeln durch weniger Urinausscheidung
  • Eingesunkene Stirnfontanelle bei Babys
  • Durstfieber

Bereits eine leichte Überhitzung kann zu Gereiztheit, Hautrötung, Trägheit oder Fieber führen. Im schlimmsten Fall drohen Kreislaufzusammenbrüche oder Hitzschlag.
Insbesondere bei Babys und Kleinkindern muss auf die Sonneneinstrahlung geachtet werden. Die Sonnenstrahlen enthalten UV Strahlung, auf die die Haut besonders empfindlich reagiert. Die Haut von Babys ist noch sehr dünn und hat keinen eigenen Sonnenschutz. Wenn die Haut bereits im Kindesalter zu viel UV-Strahlung ausgesetzt ist, erhöht sich das Risiko im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Deswegen ist Vorbeugung wichtig.
Das Risiko für einen Sonnenstich ist bei Babys und Kleinkindern noch um ein Vielfaches höher als bei Erwachsenen.

Tipps zum Hitzeschutz

Zusätzlich zu unseren allgemeinen Tipps können Sie Babys und Kleinkinder so vor Hitze schützen:

  • Häufig trinken lassen bzw. öfter stillen – auch wenn kein Durst signalisiert wird
  • Im Schatten bleiben – insbesondere für Kinder unter 12 Monaten ist eine direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden.
  • Während der Mittagssonne nicht im Freien aufhalten.
  • Spielen in kühler Umgebung – Wasserspiele im Schatten sind ideal.
  • Für den Kinderwagen ein Sonnensegel verwenden. Nie mit einem Tuch abdecken, da es zum Wärmestau kommt.
  • Für leichte, luftige Kleidung und Kopfbedeckung mit Nackenschutz sorgen: Dicht gewebte Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Leinen. Lange leichte Sachen sind besser als kurze.
  • Beim Spielen mit Wasser UV-Kleidung anziehen.
  • Spezielle Sonnencreme für Kinder verwenden. Nach Wasserspielen erneut eincremen.
  • Bei Babys weitestgehend auf Sonnencreme verzichten. Schützen Sie die Haut durch Kleidung oder Verschattung.
  • Prüfen Sie die Körpertemperatur im Nacken: Wenn die Haut heiß und trocken ist, sofort Schatten aufsuchen und kühlen.

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